Kategorie: Sehenswürdigkeiten

Luicella’s: Eis, Ice Baby!

Es ist immer schade, wenn ein hübscher, mit Liebe geführter kleiner Laden seine Türen schließen muss. So geschehen in der Detlev-Bremer-Straße 46, als vor Monaten „Die Blume von St. Pauli“ zugemacht hat. Schließt so ein Geschäft nämlich auf St. Pauli, ist es doppelt traurig, da man wieder einmal gewahr wird, dass hier anscheinend nur Trinkhallen und Kettenläden überleben können. Als Anwohner fürchtet man sofort den Einzug der nächsten Back-Company oder eines weiteren Bierkiosks – leider oft zurecht. Umso erfreulicher, dass in den Räumlichkeiten des ehemaligen Blumengeschäfts nun eine Eisdiele ihre Heimat gefunden hat. „Luicella’s Ice Cream“ stellt köstliche Sorten in Handarbeit her, was man oben im hinteren Teil des Ladens beobachten kann.

Weg damit: Move it, Schlagermove!

Am Wochenende war es wieder soweit: Schlagermove in Hamburg. Als ob es nicht schlimm genug wäre, dass in den Sommermonaten ohnehin fast jedes Wochenende eine Spaß- oder Sport-Karawane durch die Stadt zieht. Da sind die Marathonläufer und die Triathleten, der Schwarm der Radler bei den Cyclassics, die Biker-Horde bei den Harley Days. Hafengeburtstag, Welt Astra Tag, Alstervergnügen, Frühlings- und Sommerdom, Grand Prix der Eurovisions-Wochenende und die gefühlten allwöchentlichen Besuche der Queen Mary & Co. Hamburg-Bezug? Bei vielen dieser Events Fehlanzeige. Kulturell bildend oder identitätsstiftend? Alles andere als das.

Meine Zweiradspezialisten: St. Pauli Cycles

Wer bei uns auf dem Kiez Fahrrad fährt, kommt immer wieder hier vorbei. Sowohl von der Reeperbahn als auch von der Clemens-Schultz-Straße lässt sich erkennen, ob geöffnet ist. Weithin sichtbar, steht dann der halbe Bürgersteig vorm Laden voll mit Fahrrädern. Dicht an dicht lehnen sie nebeneinander, mitunter träge und friedlich bewacht vom Hund des Besitzers. Beim Betreten mag man kaum glauben, dass all die Räder, die tagsüber draußen stehen, hier drinnen übernachten. Wo um alles in der Welt mögen die noch hinpassen? St. Pauli Cycles funktioniert nach dem Chaos-Prinzip, das man selbst weder verstehen noch sich darin zurechtfinden muss.